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Kettenreaktion bricht Voyager Digital: Insolvenz eingereicht

Erst am Samstag berichtete Handelskontor-News über den Zusammenbruch des Krypto-Hedgefonds 3AC. Das dort verwaltete Vermögen gehörte auch zum Teil der kanadischen Lending-Firma Voyager Digital, die jetzt ebenfalls Insolvenz anmelden musste. In der Pressemitteilung spricht das Unternehmen von einem Antrag nach „Chapter 11“ des kanadischen Insolvenzrechts. Dem Gesetz zufolge darf sich Voyager nun reorganisieren und dabei seine Schulden und Verträge restrukturieren – Investoren müssen weiter auf ihr Geld warten.

Insolvenz jagt Insolvenz: 3AC kann Inverzugsetzung nicht zahlen

Wie in der Meldung festgestellt wird, verwaltete der Lending-Dienst Kapital zwischen 1 und 10 Milliarden US-Dollar. Davon seien der Autorin Frances Coppola zufolge, knapp 60 % in 3AC investiert gewesen. Insgesamt hätte der Hedgefonds 15.250 Bitcoins und 350 Millionen USDC zurücküberweisen müssen. Als die Insolvenz des Vermögensverwalters klar wurde, stellte Voyager eine Inverzugsetzung, die ebenfalls nicht beglichen werden konnte.

Jetzt bangen die Nutzer der Plattform um ihre Kryptowährungen. Es sollen rund 100.000 Gläubiger sein, unter ihnen auch Anteilseigner Alameda Research Ventures LLC und Alameda Ventures Ltd., gegründet von FTX-CEO Sam Bankman-Fried. Erst kürzlich half dieser noch mit einer Finanzspritze.

Reaktivierungsplan durch Token- und Aktien-Ausgabe

Auf Twitter meldete sich Stephen Ehrlich, der CEO des Unternehmens, zu Wort: „Als Teil dieses Prozesses würde der vorgeschlagene Reorganisationsplan den Kontozugriff wieder gestatten und den Kunden einen Mehrwert zurückgeben.“ Zwar könne sich der Plan aufgrund von „anderen Parteien“ noch ändern, dennoch würden Kunden entlohnt werden.

Ob die aufgebrachten Nutzer durch die Token und den Erhalt von Stammaktien ausreichend entschädigt werden, bleibt abzuwarten. Die Aktie des Unternehmens notiert bei nur noch 16 Cent und hat seit dem Höchststand im Dezember massiv an Wert verloren. Um sicher Aktien und Krypto-Coins zu kaufen, bieten sich Börsen wie Trade Republic oder eToro an.

 

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