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Minen-Abbaupraktiken existenziell für Mensch und Umwelt: deutsches Startup will Branche nachhaltiger machen

Kaum ein Experte bestreitet es: ohne den drastischen Ausbau erneuerbarer Energien können wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen. Die Krux: der Fokus hierauf wird die Nachfrage nach Rohstoffen wie Kobalt, Grafit, Lithium und Nickel massiv befeuern – die Weltbank prognostiziert bis zum Jahr 2050 einen Nachfrageanstieg von 500 Prozent. Verantwortungslose Abbaupraktiken im Bergbau stellen jedoch wiederum selbst eine große Umweltbedrohung dar. Ein deutsches Projekt setzt genau hier an.

Jene verantwortungslosen Abbaupraktiken sind gemäß dem WWF sogar zu „eine der größten Umweltbedrohungen unserer Zeit geworden„. Ein erheblicher Anteil der Rohstoffe wird im handwerklichen Kleinbergbau (ASM) gewonnen. Etwa 20 bis 30 Millionen Menschen arbeiten weltweit alleine im kleinhandwerklichen Goldminensektor.

Die Praktiken setzen Mensch und Natur zu, unter anderem durch Verschmutzung von Wasser, Böden und Luft durch Quecksilber. Dabei sind die Auswirkungen keineswegs nur mittelbar. So fallen etwa 8 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle auf den Tage- und Untertagebau zurück.

Nachhaltigkeit mit IOTA

Das deutsche Startup IOTAOrigin setzt auf den Tangle von IOTA, um den fairen Handel mit konfliktfreien Mineralien zu ermöglichen. Das Projekt konzentriert sich dabei auf den handwerklichen Kleinbergbau in Zentralafrika und nutzt IOTA, um einen digitalen Zwilling des Rohstoffs zu erstellen, welcher eine digitale Rückverfolgung ermöglicht. Das Ziel: einen Beitrag zur nachhaltigen und ethischen Energiewende zu leisten.

Beeinflusst werden soll dabei das Agieren der kleinen Minen, der lokalen Regierungen sowie der Importeure. Die Minen erhalten Zugang zu globalen Märkten und sollen angehalten werden, lediglich konfliktfreie Materialien zu handeln. Lokale Regierungen wiederum werden befähigt, Abbaubedingungen zu kontrollieren sowie Steuereinnahmen zu generieren. Zu guter Letzt, drittens, sollten Importeure durch das Nutzen der Technologie sicher sein können, dass sie nur konfliktfreie Rohstoffe verwenden. Raubbau an Mensch und Umwelt könnte, so die Vision, Einhalt geboten werden.

IOTA gilt als deutsches Vorzeigeprojekt im Bereich Krypto und Internet of Things (IoT). Die Akteure der gleichnamigen IOTA-Stiftung mit Sitz in Berlin erinnern regelmäßig daran, dass die Technologie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten könne. Auch unabhängige Marktbeobachter scheinen diese These zu vertreten. Gemäß einer Telekom-Befragung messen 62 Prozent der Experten dem IoT zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens eine große oder sehr große Bedeutung bei.

Bildnachweis: Petmal

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