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Die Pest trieb die Bevölkerung in die Städte, Corona hingegen sorgt für Stadtflucht

Während der Pest im Spätmittelalter kam es zu einem Arbeitskräftemangel, in dessen Folge eine Landflucht in Ganz gesetzt wurde. Während der Corona-Krise zeichnet sich unterdessen gegenteiliges ab: so erfreut sich das Wohnen außerhalb der Großstädte wachsender Beliebtheit. So hat sich beispielsweise in Berlin die Zahl derer verdreifacht, die von der Stadt ins Umland nach Brandenburg gezogen sind.

Möglich gemacht wird die Stadtflucht unter anderem durch die Digitalisierung von Arbeitsprozessen, und damit einhergehend der immer häufigeren Inanspruchnahme des Home Office. Allerdings, das zeigen aktuelle Untersuchungen, dürfte neben der wahrgenommenen Attraktivität vom Leben auf dem Land auch die Entwicklungen auf den Immobilienmärkten eine Rolle spielen.

Wohneigentum für viele unbezahlbar

So kommen Analysten eines neuen LBS-Marktberichtes zu dem Schluss, dass sich immer weniger Wohneigentum leisten können. Hätten noch im Jahr 2010 8,7 Prozent der Bundesbürger zwischen 30 und 44 Jahren rein rechnerisch die Möglichkeit gehabt, sich Wohneigentum zu leisten, ist der Wert auf nunmehr 4,8 Prozent gesunken.

Auch während der aktuellen Pandemie stiegen die Preise für Immobilien beträchtlich an. Dies führt nicht zuletzt dazu, dass immer weniger Bürger dazu in der Lage sind, an einen Kredit zu kommen – führen doch die steigenden Preise zu der Notwendigkeit, immer mehr Eigenkapital mitzubringen.

So zeigt sich abermals, dass die Lebensrealitäten immer weiter auseinanderklaffen. Während eine spekulierende Minderheit mit riskanten Anlagen wie Aktien, ETFs und Kryptowährungen in den letzten Monaten und Jahren erhebliche Renditen erzielen konnte, schwindet die Kaufkraft der Mehrheit – die Inflation dürfte das Problem hierbei nicht verkleinern, im Gegenteil.

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