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WWF Studie: Zerstörung von 43 Millionen Hektar tropischer Regenwald geht auch auf Ernährungsgewohnheiten der Europäer zurück

Die Umweltorganisation WWF teilte am Mittwoch in Berlin mit, dass in den vergangenen Jahren 43 Millionen Hektar tropischer Regenwald zerstört wurde. Am größten sei der Rückgang des für Mensch und Ökosystem wichtigen Waldes im Amazonas in Brasilien, Kolumbien, Peru, Bolivien, Venezuela und Guyana.

Zwar gebe es einen erheblichen Bedarf an strukturellen Veränderungen in den entsprechenden Regionen und Staaten. Allerdings, so die Organisation, gelte es, sich auch an die eigene Nase zu fassen. So würden erhebliche Mengen an Regenwald vernichtet, um Futtermittel-Soja und Kakao anzubauen. Unter anderem die Rindfleisch-Industrie sei ein kritischer Faktor.

Nachhaltigkeit immer wichtiger

Alleine im August und September wurden zehntausende Brände im Amazonasgebiet gezählt. Ein Großteil hiervon ließe sich auf Brandrodungen zurückführen. Diese sind zwar offiziell verboten, Kontrollen seien allerdings eher die Ausnahme, als die Regel. Dies äußerte Juliana Miyazaki von der Gesellschaft für bedrohte Völker.

Der Missstand ist schon länger bekannt: Bereits 2020 publizierten Autoren eine Studie in der US-Fachzeitschrift „Science“, aus der hervorgeht, dass etwa ein Fünftel der Soja- und Rindfleisch-Exporte aus Brasilien in die EU in Zusammenhang mit illegalen Abholzungen stehen. Dies ist einer der Gründe, weswegen sich der französische Präsident Emmanuel Macron für einen stärkeren Sojaanbau in Europa ausspricht.

Hype um grüne Aktien

Obgleich es noch einen erheblichen Verbesserungsbedarf zu geben scheint, zeichnen sich jüngst auch Fortschritte ab. Nach wie vor sorgen grüne Aktien 2021 für Furore auf dem Börsenparkett. Der Kapitalzufluss gibt durchaus Grund zum Optimismus. Im Angesicht der Herausforderungen im Zuge des Klimawandels kommen immer mehr Anleger zu der Auffassung, dass ökologische Wertpapiere zu Recht zu den beliebtesten Aktien Trends zählen, und sich Rendite und Nachhaltigkeit nicht ausschließen.

Bild von Kranich17 auf Pixabay

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