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Corona-Krise beschleunigt Strukturwandel der Ölindustrie

Die Pandemie setzte zahlreichen Ölkonzernen erheblich zu, Exxon Mobil schrieb beispielsweise Verluste von bis zu 22,4 Milliarden Dollar. Auch den Mitbewerbern erging es ähnlich: Wie das „Handelsblatt“ berichtete, kamen die vier größten westlichen Ölkonzerne auf ein Minus von knapp 70 Milliarden Dollar. Die Veränderungen könnten folgenreich für die gesamte Industrie sein.

Die Ölnachfrage habe sich aufgrund unterschiedlicher Maßnahmen drastisch reduziert. Verantwortlich hierfür seien Lockdowns, der Trend zum Homeoffice sowie Reisebeschränkungen. Doch auch jenseits temporärer Einbrüche erwartet die Branche nachhaltige Einbrüche.

Strukturwandel

Bereits vor der Pandemie rechneten zahlreiche Marktexperten damit, dass sich die Wirtschaft künftig stärker auf erneuerbare respektive klimafreundlichere Energiequellen fokussiert. Die jüngste Krise habe allerdings wie ein Brandbeschleuniger gewirkt. Unternehmen wie Shell, BP und Total läutet vor diesem Hintergrund nun einen radikalen Kurswechsel ein.

Bei den konkreten Strategien zeigen sich indes große Unterschiede. Während die einen stärker auf erneuerbare Energien setzen, spezialisieren sich andere mehr auf chemische Lösungen zur Dekarbonisierung oder den Ausbau des Gasgeschäftes.

Entwicklung auf dem Börsenparkett

Jahrzehntelang galten Beteiligungen in die großen Ölkonzerne als verhältnismäßig konservative Anlagen. Begehrt waren sie unter Anlegern nicht zuletzt deshalb, weil sie für eine hohe Dividendenrendite sorgten. Das Blatt scheint sich nun allerdings gewendet zu haben. Zwar sehen viele Investoren immer noch große Chancen; allerdings wird kritisch diskutiert, wie lange Öl-Assets tatsächlich noch etwas wert sind.

Im Kontrast erfreuen sich Investments in ökologisch agierende Energieunternehmen einer steigenden Beliebtheit – um nachhaltige Aktien Prognosen war es vielleicht nie besser bestellt, als dieser Tage. Zuletzt wurde der iShares Global Clean Energy ETF sogar zum börsengehandelten Indexfonds des Jahres gewählt. Bei aller Euphorie legen wir Anlegern dennoch ans Herz, auch bei jenen Aktien pro und kontra sorgfältig abzuwägen.

Bild von jplenio auf Pixabay

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