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Neuer Bafin-Präsident sieht großes Crashpotenzial, viele Anleger würden sich hochverschuldet in Investments stürzen

Mark Branson, seines Zeichens designierter Bafin-Präsident, mahnt zur Vorsicht an den Finanzmärkten. So gebe es dieser Tage „enorme Gefahren im Marktumfeld„, wie er am Mittwoch in einem öffentlichen Fachgespräch im Finanzausschuss des Bundestages betonte. So hätten sich zahlreiche Anleger hoch verschuldet, um auf bestimmte Assets zu spekulieren, obgleich es in vielen Segmenten bereits eine Überhitzung gebe.

Er hält es für gut möglich, dass sich die Marktbewertungen von der Realwirtschaft entkoppelt haben. Hierbei gebe es erhebliche Gefahren für Anleger und Finanzintermediäre. Im Laufe des Gesprächs äußerte sich Branson auch zum geplanten Umbau der Bafin.

Sicherheitsmaßnahmen

Im Angesicht der Marktrisiken hält er es für dringend notwendig, dass Banken sehr dicke Puffer aufbauen, um potenzielle Belastungen gut verkraften zu können. Zudem sei es sinnvoll, sogenannte Schattenbanken strenger zu überwachen.

Die Bafin sah sich zuletzt erheblicher Kritik ausgesetzt. Während der Causa Wirecard gab es zahlreiche Vorwürfe, und auch zuletzt im Fall Gamestop. Es steht dieser Tage zur Disposition, ob sich Bafin-Angestellte unerlaubterweise an Spekulationen rund um die Gaming Aktie beteiligt haben. Branson sieht die Vorfälle kritisch. „Den Anschein von Interessenkonflikten kann sich die Bafin als Aufsichtsbehörde nicht leisten„, so seine Auffassung. „Klare Regeln bis hin zu weitgehenden Verboten“ seien ein wichtiges Mittel.

Geldanlage-Boom

Wie diverse Daten aufzeigen, erfreuen sich Assets wie Aktien und Kryptowährungen unter Privatanlegern zunehmender Beliebtheit. Immer mehr wollen Digitalwährungen wie Ethereum oder IOTA kaufen, oder aber an Unternehmensgewinnen partizipieren. Dies zeigt nicht zuletzt der beträchtliche Anstieg der Neuanmeldungen bei Brokern wie Trade Republic oder eToro.

Bild von Buffik auf Pixabay

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