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Google, Amazon, Facebook & Co. im Visier der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission will die Aufsicht der großen Tech-Konzerne deutlich verschärfen. Die größtenteils im Silicon-Valley angesiedelten Konzerne sollen künftig eine Reihe von Pflichten erfüllen. Den genauen Maßnahmenkatalog präsentiert die Kommission am Dienstag. Ziel ist es, die Marktmacht der Unternehmen einzuschränken.

Die Vorgaben sollen für sehr große Plattformen gelten, sogenannte Gatekeeper, die aufgrund ihrer Positionierung dazu in der Lage sind, Regeln zu setzen. Eine dieser Verschärfungen beziehe sich auf Firmenübernahmen, wie das „Handelsblatt“ berichtete. Demnach müssen die besagten Technologie-Unternehmen in Zukunft der Brüsseler Behörde geplante Firmenübernahmen rechtzeitig melden.

Sorge der Kommission

Die Wettbewerbshüter der europäischen Institution befürchten, dass Amazon & Co. unliebsame Konkurrenten und Start-ups, die ihnen gefährlich werden könnten, einfach aufkaufen. Nicht zuletzt aus kartellrechtlichen Gründen seien derlei Vorgänge zu überprüfen.

Ein Blick auf die Umsätze der Tech-Konzerne und E-Commerce-Anbieter macht deutlich, dass einige wenige Akteure den Bereich dominieren, und dass es in diesem Bereich des World-Wide-Webs keinen nennenswerten Mittelstand gibt.

Bereits in der Vergangenheit verfolgte die Europäische Union das Ziel, die Marktmacht einzudämmen. Allerdings waren die Vorhaben in Summe wenig erfolgreich. Dies könnte sich nun allerdings ändern, so zumindest die Einschätzung von Michael Dietrich, seines Zeichens Partner für Kartellrecht bei der Kanzlei Clifford Chance: „Eine Liste mit verbotenen Verhaltensweisen dürfte es der Kommission erlauben, sehr viel schneller einzugreifen, da die Beweishürden im Falle einer Ex-ante-Regulierung viel geringer sind„.

Tech-Konzerne weiterhin auf der Überholspur

Potenzielle Regulierungen scheinen auf dem Börsenparkett hingegen für wenig Bestürzung zu sorgen. Die Preise der entsprechenden Aktien erhöhten sich binnen der letzten Monate erheblich. Nach wie vor zählen die Tech-Unternehmen zu den großen Profiteuren der Corona-Krise.

Bild von Capri23auto auf Pixabay

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