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Bitcoin-Mining-Verbot wahrscheinlich! EZB-Bericht kritisiert Stromverbrauch

In einem jüngst veröffentlichten Bericht der EZB stellen die vier Autoren die Wahrscheinlichkeit eines Bitcoin-Mining-Verbots dar. Verantwortlich dafür soll der hohe Stromverbrauch von Proof-of-Work-basierten Kryptowährungen sein. Außerdem geht man auf Chinas Regulierungspolitik, Norwegens Partei Rødt und den gesellschaftlichen Nutzen von Bitcoin ein. Unter den angegebenen Quellen lässt sich die Ethereum-Foundation entdecken.

Chinas Mining-Verbot und Bitcoin-Nutzen zweifelhaft

„Im September 2021 erließ China angesichts finanzieller Stabilität, Verbraucherschutz, Finanzkriminalität und Umweltbedenken ein Verbot aller Kryptotransaktionen und des Minings“, heißt es von den Autoren. Mit einem ähnlichen Verbot könne man die PoW verlangsamen und Proof-of-Stake (PoS) fördern. Nach der sogenannten „Mining-Map“ der University of Cambridge, ist China aber immer noch der zweitgrößte Mining-Hotspot. Die Hardware läuft also trotzdem weiter.

„Auch wenn der Nutzen von Bitcoin für die Gesellschaft selbst zweifelhaft ist, kann die Blockchain-Technologie im Prinzip noch unbekannte Vorteile und technologische Anwendungen bieten“, so der Bericht. Gegen die Aussage lassen sich allerdings Bemühungen der Human Rights Foundation stellen. Auf dem Oslo Freedom Forum bestätigten sie, Bitcoin und das Lightning Netzwerk als wichtiges Werkzeug im Kampf für Freiheit und Menschenrechte.

Norwegens Verbots-Versuch: schlechte Recherche oder gezielte Auslassung

Im weiteren Verlauf geht der Bericht auf das versuchte Mining-Verbot in Norwegen ein, das durch die linke Partei Rødt unterstützt wurde. Dass die Regulierung allerdings abgewendet wurde, kann im EZB-Report nicht gefunden werden. Der Antrag wurde im Mai von der Mehrheit abgewiesen. Die Begründung: Bitcoin würde weltweit für Mehrwert sorgen und dürfe nicht wegen „politisch definierten Nutzen diskriminiert“ werden.

Auch die weiteren Argumente, die gegen Bitcoin sprechen, lassen sich relativ schnell entkräften. Leider gehen die Autoren der EZB nicht auf relevante Fakten ein. Im Juni berichtete Handelskontor-News etwa über eine Studie, die beweisen möchte, dass Bitcoin 56-mal weniger Strom als das herkömmliche Finanzsystem verbraucht. Zudem erwog bereits das EU-Parlament ein Verbot, das letztlich aber abgelehnt wurde.

 

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