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SEC wehrt sich gegen progressiven Regulierungsvorschlag zu Kryptowährungen

In einem Interview mit dem Wall Street Journal äußert SEC-Chef Gary Gensler Unmut über den Gesetzesentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen. Die beiden Senatorinnen Cynthia Lummis und Kristin Gillibrand veröffentlichten erst kürzlich einen Vorschlag zur besseren Kontrolle der digitalen Währungen. Gensler würde es allerdings vorziehen, persönlich mit den Politikerinnen zu sprechen und etwaige Missverständnisse vorab auszuräumen.

Kapitalmärkte schützen: Krypto soll keine spezielle Regulierung bekommen

Der 64-Jährige machte schon öfter klar, wie seine Einschätzung zu Kryptowährungen ist. In den vergangenen Wochen kam es entsprechend auch zur Auseinandersetzung der SEC mit dem BNB-Token der weltweit größten Börse Binance. Da laut Gensler Kryptodienstleister, die mit Staking oder Lending Produkten arbeiten, mit Aktiengesellschaften verglichen werden könnten, sollten diese auch keine spezielle Regulierung erhalten. „Wir wollen den Schutz, den wir in einem 100 Billionen Dollar schweren Kapitalmarkt haben, nicht einfach aushebeln“, schloss er ab.

Der Gesetzentwurf sieht bei den Projekten und ihren zugehörigen Coins und Token aber Waren, am Finanzmarkt auch Commoditys genannt. Sollte der Entwurf auf Zustimmung stoßen, hätte die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) die Aufsicht über besagte Projekte. Die Folge wären weniger strenge Offenlegungsanforderungen und Pflichten, wie sie die SEC fordert.

Streit um die Zuständigkeit

„Sie sind unter unserer Aufsicht. Wir passen nur auf die Öffentlichkeit auf und beabsichtigen nicht unsere Zuständigkeit auszuweiten“, beharrt Gensler. Weiter führt er aus, dass diese Tokens der Öffentlichkeit angeboten würden, die auf eine bessere Zukunft hofft.

Derweil stimmt der CFTC-Vorsitzende Rostin Benham dem Entwurf zu und honorierte ihn als „sehr gute Arbeit.“ Noch ist es unwahrscheinlich, dass es zur Durchsetzung der Regulierung kommt – schließlich müssen noch einige Sitzungen und Ausschüsse abgehalten werden. In Europa sieht es für den Kryptoraum eher schlecht aus: die MiCA-Verordnung zum defacto Bitcoin-Verbot ist zurück.

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