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Nun also doch nicht: Sparkassen bieten keinen Krypto-Handel an

Wenn’s um Bitcoin geht – Sparkasse? Von wegen! Lange sah es so aus, als würden Kunden der Sparkassen in Zukunft Bitcoin, Ethereum & Co. über das Geldinstitut kaufen und verwahren könnten. Nun ist die Entscheidung allerdings gefallen, womöglich zum Unmut einiger Krypto-Enthusiasten: nach etwa einem halben Jahr interner Diskussionen wurde dem Krypto-Vorstoß eine Absage erteilt.

Den Sparkassen-Kunden soll kein Handel mit Kryptowährungen angeboten werden. Dies entschied der Gesamtvorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) am Montag. Demnach müssen die Kunden vor „unkalkulierbaren Risiken“ geschützt werden.

Die Diskussionen scheinen durchaus kontrovers geführt worden zu sein. Während aus dem einen Lager sogar Parallelen zu Schneeballsystemen gezogen wurden, hieß es von anderen Vertretern, dass es nur darum gehe, den Kunden ein Angebot für den Zugang zu Krypto-Assets zu machen, ohne im selben Atemzug eine Empfehlung für das Kaufen von Kryptowährungen auszusprechen.

Stattdessen steht eine Kompromisslösung dergestalt, dass die Sparkassen eine Wallet für tokenisierte Assets einführen. So sollen beispielsweise in Zukunft tokensierte Aktien oder Immobilien gehandelt werden können.

Gut möglich, dass die schiere Masse an Sparkassen-Kunden dem Krypto-Markt zu einem Auftrieb hätte verhelfen können. Wir beurteilen die Entscheidung ambivalent. Zwar sind Krypto-Investments durchaus riskant, die digitalen Devisen überaus schwankungsanfällig. Allerdings scheinen die Banken keine Probleme damit zu haben, ihren Kunden den Handel mit womöglich deutlich spekulativeren Hebelzertifikaten zu offerieren. Zudem steht zur Disposition, ob die Sparkassen während einer Rallye am Krypto-Markt nicht doch anders entschieden hätten.

Bildnachweis:Liliya Filakhtova

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