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Bitcoin & Co: was die Zinsanhebung der EZB für Kryptowährungen bedeutet

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die erste Zinserhöhung seit gut 10 Jahren angekündigt, wirksam soll sie nach der nächsten Sitzung am 21. Juli werden. Parallel hierzu möchte sie die Anleihenkäufe einstellen, mit welchen sie seit Jahren die Kreditzinsen am Markt drückt, und Akteuren die Aufnahme neuer Schulden erleichtert. Das sind die möglichen Auswirkungen auf die Krypto-Branche.

Doch zunächst: das Ziel der EZB ist es, die massive Inflation einzudämmen. In Deutschland lag die Inflationsrate im Mai beispielsweise bei 7,9 Prozent – ein Wert, der noch vor kurzem für viele undenkbar schien.

Vor der Leitzins-Anhebung wird der Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen gestoppt. Nach Einschätzung von Stefan Lübeck (BTC-ECHO) ist dies für Krypto-Anleger keine gute Nachricht: „Durch die Beendigung der Anleihekäufe wird dem Markt nunmehr kein weiteres Geld zugeführt, weshalb kurzfristig weniger in risikobehaftete Anlageklassen wie Technologie-Wachstumswerte und auch Kryptowährungen investiert werden dürfte„.

Dass die fiskalpolitische Gemengelage nicht ideal für den Krypto-Markt ist, ist keineswegs eine exklusive Einschätzung. Viele Marktbeobachter sind der Auffassung, dass steigende Zinsen den Kryptowährungen zu schaffen machen. Wenn die Zinsen steigen, dann werden weniger riskante Anlagen wieder attraktiver, eine Umschichtung des Kapitals wird wahrscheinlicher.

Allerdings rechnet die EZB damit, dass die Maßnahmen nicht dazu führen, dass das Thema Inflation rasch vom Tisch ist. Limitierte Digitalwährungen wie der Bitcoin gelten auch als Inflationsschutz, wenngleich längst nicht jeder dieser Auffassung ist. Wohin die Reise geht, ist also wie immer alles andere als gewiss.

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