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Der große Irrtum: Verbraucher halten deutsche Autos für nachhaltig, dabei zählen sie zu den größten Umweltsündern

Die Deutschen sind der Auffassung, dass BMW und Mercedes-Benz neben Toyota die umweltfreundlichsten Fahrzeuge bauen. Wie aus einer neuen „Handelskontor“-Infografik hervorgeht, ist das Gegenteil der Fall. Neuwagen der Marke Mercedes-Benz-Autos haben einen gemittelten CO2-Ausstoß von 140,9 g/km, und landet hiermit auf dem unrühmlichen ersten Platz. Toyota landet mit einem Durchschnitt von 97,5 g/km auf dem anderen Ende der Skala. Dies geht aus Daten des Branchenportals „JATO“ hervor

Neben Mercedes sind auch die CO2-Werte bei Audi und BMW überdurchschnittlich hoch. Etwas besser sieht bei Volkswagen aus. Nichtsdestotrotz liegt Toyota in puncto Nachhaltigkeit weit vorn. Auch die Fahrzeuge der französischen Marken Citroen, Peugeot und Renault stoßen in Summe deutlich weniger CO2 aus, als die deutschen Premiumhersteller. Allerdings sind beispielsweise nur 6 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Renault besonders umweltfreundliche PKWs vom Band lässt.

Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie

Indes zeigt die Infografik, dass das Thema Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus der Automobilhersteller rückt. So gab es im Jahr 2019 bereits 320 Investoren-Konferenzen, bei denen nachhaltige Faktoren expliziter Gegenstand des Diskurses waren. Im Jahr 2015 waren es lediglich 142. Der Anstieg schlägt mit 125 Prozent zu Buche. Auch branchenübergreifend spielt Ökologie eine immer größere Rolle, was sich unter anderem auch darin äußert, dass immer mehr Anleger nachhaltige Aktien für sich entdecken.

Dass die Hersteller ihren Worten auch Taten folgen lassen, verdeutlicht die jüngste Entwicklung: so lagen die Emissionen der gut 1,2 Millionen verkauften Neuwagen im ersten Halbjahr 2020 4,4 Prozent unterhalb des Vorjahreswertes. Bei fast allen Marken ergaben sich Verbesserungen, auch bei den deutschen Traditionsherstellern. BMW senkte den CO2-Ausstoß um 9 Prozent, Mercedes um 6,6 Prozent. Bei Audi und Volkswagen schlägt der Rückgang mit 5,6 bzw. 4,8 Prozent zu Buche, wie „Flotte“ berichtete.

Der CO2-Ausstoß der deutschen Premiumhersteller dürfte nicht zuletzt deshalb so groß sein, weil diese deutlich weniger Kleinwagen absetzen, als zahlreiche Mitbewerber. Zudem soll an dieser Stelle explizit betont werden, dass Daimler & Co. sich das Thema Nachhaltigkeit inzwischen auf die Fahnen geschrieben haben. Die Hersteller sind bestrebt, den ökologischen Fußabdruck der Fahrzeugflotte zu senken.

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