Nach den letzten ausgesprochenen Sanktionen gegen Russland handelt auch die Kryptobörse Kraken. Nun wurden russische Konten auf der Börse gesperrt. Das berichtete Finance Feeds am 21. Oktober.
Kraken veröffentlichte einen offenen Brief, an die betroffenen Nutzer, in dem es heißt: „Aufgrund der neuen europäischen Gesetzgebung müssen wir Maßnahmen ergreifen, um Ihr Kraken-Konto einzuschränken. Wir werden unser Support-Center aktualisieren, wenn es Änderungen gibt. Wir entschuldigen uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten“.
In der Erklärung heißt es weiter: „Seit der Ankündigung der EU haben wir daran gearbeitet, die notwendigen Änderungen vorzunehmen, um dem neuesten Sanktionspaket gegen Russland nachzukommen“. Laut Angaben der Börse sei es den russischen Kunden jedoch weiterhin möglich, ihr Geld auszuzahlen.
Die Sperrung bei Kraken kam rund zwei Wochen nach dem jüngsten Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland. Jesse Powell, der ehemalige CEO der Börse, hatte sich zu seiner Zeit immer gegen Sanktionen ausgesprochen. Ende September trat er jedoch zurück und überließ David Ripley die Geschäftsleitung. Dieser entschied sich nun für die Sperrung der Konten.
Eine Vielzahl an Kryptobörsen handelte in den vergangenen Wochen und Monaten bereits ähnlich. Darunter auch die große Plattform Crypto.com. Der Großteil der Dienste ist den russischen Kunden damit verwehrt, nur Auszahlungen sind noch möglich. Bei Crypto.com wurde den gesperrten Kunden sogar ein zeitliches Ultimatum auferlegt, während dem sie ihr Geld auszahlen lassen konnten.
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