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FDP setzt sich für vereinfachte Cannabis-Verordnung ein

Die FDP will die Cannabis-Verordnung vereinfachen. Anstatt der verpflichtenden Genehmigung soll es ein freiwilliges Verfahren geben, wie die „Pharmazeutische Zeitung“ berichtete. Dadurch solle die Patientensicherheit erhöht werden. Zeitgleich könne der Bürokratie-Abbau Ärzte und Krankenkassen entlasten.

Seit dem Jahr 2017 stieg der Bedarf an cannabinoidhaltigen Arzneimitteln stetig. Allerdings vergehen zwischen der ersten Verordnung und der Abholung der Medikamente in Apotheken oftmals viele Wochen. Dies liege daran, dass sich die Ärzte zunächst eine Genehmigung bei den Krankenkassen einholen müssen. Dies stellt gemäß der FDP-Bundestagsfraktion einen „erheblichen bürokratischen Mehraufwand“ dar. Aus Patientensicht sei die Wartezeit „von bis zu fünf Wochen“ kaum zumutbar. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf der Partei hervor, welcher zeitnah in den Bundestag eingebracht werden soll.

Starkes Wachstum

Gemäß Statistiken der gesetzlichen Krankenversicherungen wurden 2019 rund 44 Prozent mehr Cannabis-Verordnungen bewilligt, als im Vorjahr. Im Jahr 2020 belaufe sich der Zuwachs auf etwa 20 Prozent. Insgesmamt wurden im vergangenen Jahr etwa 320.000 Verordnungen bewilligt. Damit haben die Krankenkassen etwa 150 Millionen Euro für Cannabis als Medizin ausgegeben.

„Der Markt für medizinisches Cannabis in Deutschland hat sich nicht so stürmisch entwickelt, wie es manche Anbieter anfangs erwartet hatten. Auch deshalb, weil die bürokratischen Hürden in Deutschland hoch sind„, wie auch Tobias Haber vom Marktforschungsinstitut „Insight Health“ konstatiert.

Cannabis Aktien

Zuletzt stieg der Preis einiger Marihuana Aktien wieder an. Exemplarisch die Canopy Growth Kursentwicklung: binnen des letzten Jahres stieg der Börsenwert um 41,6 Prozent. Nachdem das Platzen der Blase vor rund 2 Jahren zunächst für Ernüchterung gesorgt hatte, möchten inzwischen wieder mehr Anleger Cannabis Aktien kaufen. Ob dieser Aktien Trend nachhaltig ist, wird sich unterdessen erst noch zeigen müssen.

Bild von FelixMittermeier auf Pixabay

Kerstin Kowoll

Kerstin-Kowoll@gmx.de

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